Business Model Canvas - Rekonstruktion zentraler Konzepte und Entwurf eines weiterführenden Modellierungsansatzes

Type:
  • Master Thesis Business Information Systems
  • Diploma Thesis Business Information Systems
Status:
offered
Tutor:

Abstract

Motivation:

Sowohl die Neugründung von Unternehmen als auch das wirtschaftliche Agieren auf sich wandelnden Märkten empfehlen den Entwurf und die fortlaufende Evaluierung von Geschäftsmodellen. Geschäftsmodelle fassen zentrale Aspekte der intendierten Wertschöpfung von Unternehmen systematisch zusammen. Dies umfasst etwa adressierte Kundengruppen, wirtschaftliche Kernaktivitäten, Vertriebskanäle und Kooperationspartnerschaften. Eine besondere Herausforderung stellt die Identifikation und das Erstellen von "innovativen" Geschäftsmodellen dar - Geschäftsmodelle, welche über gegenwärtig auf dem Markt etablierte Muster hinausgehen.

Zur Unterstützung des Aufstellens und des Verfolgens von Geschäftsmodellen werden in Wissenschaft und Praxis eine Reihe von Ansätzen diskutiert. Das Business Model Canvas (Osterwalder und Pigneur 2010) zielt insbesondere auf die Entwicklung von innovativen Geschäftsmodellen. Business Model Canvas betont eine leichtgewichtige Grundstruktur und greift auf grafische Elemente zur Förderung der Nachvollziehbarkeit und Kommunikation zurück. Auch stellt der Ansatz in Form von Patterns prototypische Ausprägungen wesentlicher Gestaltungselemente bereit, welche dazu dienen, die Konfiguration von Geschäftsmodellen zu unterstützen.

Beschreibung:

Diese Arbeit ist auf die konzeptuelle Rekonstruktion von zentralen Elemente des Business Model Canvas und die Entwicklung eines weiterführenden Modellierungsansatzes gerichtet. Dieser Ansatz soll die Entwicklung und die kontinuierliche Pflege von Geschäftsmodellen im Kontext der Unternehmensmodellierung unterstützen. Dazu ist zunächst eine strukturierte Analyse der zentralen Publikationen zu Business Model Canvas vorzunehmen. Es sind wesentliche Konzepte und Zusammenhänge - etwa Bausteine von Geschäftsmodellen, Erfolgskriterien und prototypische Instanziierungen - zu identifizieren und zu strukturieren. Auf dieser Grundlage sind Überlegungen bezüglich geeigneter Modellierungskonzepte und Ausbau- und Integrationspotenziale anzustellen. Der zu entwickelnde Modellierungsansatz sollte idealerweise mit existierenden (Unternehmens-)Modellierungsmethoden integriert werden. Die Entwicklung von unterstützenden Vorgehensmodellen und Handlungsempfehlungen für den Umgang mit Geschäftsmodellen im Zeitverlauf sollten den Ansatz komplettieren. Zur Förderung der praktischen Anwendbarkeit ist eine Implementierung in geeigneten Modellierungsumgebungen denkbar.

Einstiegsliteratur:

  • Osterwalder A, Pigneur Y (2010) Business Model Generation. A Handbook for Visionaries, Game Changers, and Challengers. Wiley, Hoboken.
  • Osterwalder A (2004) The Business Model Ontology: A Proposition in a Design Science Approach. Dissertation, Université de Lausanne, Lausanne. (Online verfügbar)